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Hausanschlüsse, Geländeplanung, Baustoffhandel, Fugenlüfter & Bemusterung

Hausanschlüsse
Letzte Woche wurden nun alle Hausanschlüsse also Gas, Wasser, Strom, Telekom & Kabel Deutschland verlegt. Nun fehlen noch die Zähler sowie die Anschlussdosen von Telekom und Kabel Deutschland. Mit der Ausführung an sich sind wir zufrieden. Die Anschlüsse wurden schnell und frist gerecht gesetzt, sogar von Kabel Deutschland (andere Geschichte). Allerdings ärgern wir uns etwas über die Ausführung der Leerrohre. Hier hätten wir schon viel früher reagieren müssen. Die Leerrohre wurden im HWR so gesetzt dass die Zähler nun teilweise unter dem Fenster montiert werden müssen und im schlechtesten Fall die Waschmaschine und der Trockner nicht mehr daneben passen obwohl darauf schon während der Baudurchsprache hingewiesen wurde.
Deshalb mein Tipp an alle Bauherren, prüfen Sie rechtzeitig und in den Bauunterlagen wo die Leerrohre für die Hausanschlüsse gesetzt werden und ob genug Platz für die Zähler ist.

Geländeplanung
Aktuell setzen wir uns gerade mit der Geländeplanung auseinander. Oberste Priorität hat da das Pflastern der Einfahrt, der Gehwege und der Terasse. Im Vorgarten und Garten werden wir das Unkraut, hochgewachsene Gras und sonstigen Müll entfernen und zunächst nur Rasen säen.
Heute haben wir dazu einige Gartengeräte und 2 Komposthaufen gekauft.
Durch den Komposthaufen müssen wir keine Abgabe an die Stadt für Biomüll zahlen sondern können den Müll selber entsorgen.
Auch hab ich mir eine Sense geleistet um dem hohen Gras mal zu Leibe zu rücken. Bei der Auswahl der Sense hatte ich extra darauf geachtet dass ich diese sofort einsetzen kann. Auf der Sense, für die ich mich dann entschieden hatte, stand dann auch 2x „mähfertig“, super dachte ich mir, die nehm ich mit. Allerdings musste ich feststellen dass „mähfertig“ = stumpfe Klinge bedeutet. Also nochmal ab zum Baumarkt und einen Schleifstein besorgt. Dazu hab ich mir gerade noch ein paar Youtube Videos zum Umgang mit einer Sense sowie dem Schleifen angeschaut und bin guter Dinge dass das dann morgen was wird 🙂 .

Baustoffhandel
Als wir uns dann die ersten Angebote zu den Materialien fürs Pflastern eingeholt hatten sind wir fast hinten über gekippt wieviel die Baumärkte hier verlangen. Durch einen Tipp haben wir dann einige Informationen und Angebote von einem Baustoffhandel eingeholt. Nicht nur dass die Materialien wie Schotter und Split fast über die Hälfte günstiger sind sie werden auch angeliefert und zwar nicht zu unverschämten Konditionen. Insgesamt haben wir dann wohl einen Bedarf von über 30t Material:

  • ca. 120m Tiefbordsteine
  • 127m² Pflastersteine (rechteckig, schwarz)
  • 11t Split (0-30mm Körung / 10cm als Frostschürze unterm Split)
  • 11t Schotter (2-8mm Körnung / 5cm als Bett für die Pflastersteine)
  • Fugenmörtel
  • Fertigbeton (40kg Säcke)
  • 2,5m³ Grobkies (als Fassadenschutz gegen Spritzwasser)

Auch bei kleineren Mengen lohnt sich auf jedenfall ein Besuch im Baustoffhandel hier spart man wirklich gutes Geld gegenüber den gängigen Baumärkten.

Fugenlüfter
Da in einer der unteren Klinkerreihen und über den Fenstern im Obergeschoß in regelmäßigen Abständen Klinkerfugen als Fugenlüfter offen gelassen wurden, mussten wir uns etwas überlegen was wir gegen eventuellen Insektenbefall tun können.
Wir haben dann bei Amazon Fugenlüftergitter für schmales Geld besorgt und diese dann entweder doppellagig oder zugeschnitten in die Fugenspalten gedrückt. Damit sollte es jetzt für Insekten nicht mehr möglich sein an das Dämmmaterial hinter den Klinkern zu kommen oder noch schlimmer dort ein Nest zu bauen.

Bemusterung
Sanitär
Nachdem wir vor 2 Wochen Sanitärobjekte bemustert hatten liegen uns die Angebote leider immer noch nicht vor. Laut der Firma welche dieses Gewerk ausführt kann die Angebotserstellung bis zu 3 Wochen dauern. Da frage ich mich doch wieso wir nicht schon viel früher bemustern konnten und warum dass nun alles auf den letzten Drücker passieren muss. Auch die Firma bzw. Mitarbeiterin bei der die Sanitärobjekte bemustert wurden hat leider keinen all zu guten Eindruck hinterlassen. Uns wurde gesagt die Mitarbeiter des Fachhandels kennen die Leistungsbeschreibung von Fischer-Bau da diese oft zusammen arbeiten. Leider hatte unsere Ansprechpartnerin weder die Leistungsbeschreibung noch irgendwelche Bauplanunterlagen und fragte uns danach. So wurde uns dann auch gesagt dass im Gäste WC und im Bad die gleiche Größe von Waschtischen verbaut wird. Das hat mich etwas gewundert und als wir wieder zuhause waren haben wir nochmal in die Leistungsbeschreibung geschaut wo klar ersichtlich ist dass der Waschtisch im Gäste WC kleiner ist.
Also nehmen Sie bei etwaigen Bemusterungen am besten immer alle betreffenden Unterlagen mit – damit sind Sie auf der sicheren Seite.

Treppenstufen
Auch die Bemusterung beim Treppenbauer hätten wir uns sparen können. In unserem Festpreis sind Treppenstufen im Buche bereits enthalten. Wir wollen allerdings dunkles Parkett verlegen. Der Farbton des Wunschlaminats passte dann nicht zu den vorhandenen (Beiz-)Mustern (entweder zu rötlich oder zu hell). Die Mitarbeiterin machte daraufhin ein Foto von unserem Wunschlaminat – dies hatten wir extra mitgenommen um einen direkten Abgleich der Farben zu ermöglichen. Uns wurde dann gesagt dass beim Tischler nachgefragt werden müsse ob die Farbe des Laminats mit einer Beizbehandlung getroffen werden könnte. Sie würde sich dann nochmal melden auch mit den Preisen da Sie hierzu nichts sagen könnte. Wir hatten dann noch Nussholztreppenstufen gesehen welche farblich dem Wunschlaminat am nächsten kommen würde. Hier konnte uns ein Preis genannt werden welcher sich allerdings später als zu optimistisch heraus stellte. Ergebnis der Bemusterung war dann dass wir uns nach über einer Woche selber melden mussten um nach zu fragen was die gebeizten Treppenstufen kosten würden. Um dann zu erfahren dass der Tischler schon eine Probe des Laminats bräuchte und kein Foto und dass das Beizen ca. 48€ kostet also nur etwas weniger als die Nussholzstufen welche dann auch teurer waren als beim Bemusterungstermin genannt.

Alles in allem haben mich die Bemusterungstermine „nicht vom Hocker gerissen“. Überall musste man hinterher telefonieren oder den Bauleiter darauf aufmerksam machen dass immer noch keine Angebote vorliegen. Dieser hat sich dann auch mit den entsprechenden Firmen in Verbindung gesetzt wonach wir meist relativ schnell die erforderlichen Informationen bekamen.
Für diese Verzögerungen kann Fischer-Bau natürlich nichts, ärgerlich und zeitaufwendig ist es dennoch.

Bilder folgen dann demnächst wenn ich mir nicht die Sense ins Bein gerammt habe 😉

 

Estrich drin, Versickerung fertig, Gelände eingeebnet

Ich war nach der Arbeit heute nochmal auf der Baustelle. Angekündigt war der Estrich Ende dieser Woche und nachdem die Heizungsfirma schnell und sauber die Fussbodenheizung verbaut hatte war heute auch schon der Estrich vollständig gegossen.
Auch die Tiefbauarbeiten an unserer Versickerungsgrube schienen fertig und das Gelände war ebenfalls eingeebnet. Da haben die Gewerke in den letzten Tagen einiges geschafft wie ich finde.
Bevor nun noch die versprochenen Bilder kommen möchte ich noch einen Dank an unseren Bauleiter loswerden. Dieser hat bisher super mit unserem Gutachter zusammengearbeitet und ich konnte Ihn heute sogar noch um kurz vor 20 Uhr erreichen.
Mir war aufgefallen dass das Fenster im Haus noch angekippt war und da in der Tür Teile fehlen könnte hier ein Durchzug entstehen wo vor uns Bauleiter und Baugutachter gewarnt haben. Durch einen Durchzug im Haus trocknet der Estrich an der Oberfläche viel schneller als in den tieferen Schichten was gar nicht gut ist.

Deshalb mein Tip an alle Bauherren darauf zu achten dass während der Trocknungszeit des Estrich die Fenster geschlossen gehalten werden oder zumindest kein Durchzug über längere Zeit erzeugt wird.

Nachdem mir der Bauleiter dann am Telefon bestätigte dass es für diese Nacht nicht weiter wild wäre und ich nicht nochmal raus fahren muss war ich beruhigt. Auch hat er zugesagt morgen gleich jemanden vorbei zu schicken welcher sich darum kümmert.
Also vielen Dank Herr G. wir können Sie als Bauleiter nur weiter empfehlen.

Was mir noch aufgefallen war, die Klinkersteine rechts vom Eingang wurden nun nochmal eingepasst und soweit möglich begradigt. Die Verklinkerung sieht nun auf jedenfall um einiges besser aus.

Nun aber zu den Fotos bevor mir noch irgendwelche (un)wichtigen Dinge einfallen die ich hier los werden muss 🙂 .

Gutachtertermin Nr.4 / Fußbodenheizung und Erdbauarbeiten

Heute war wieder ein vor Ort Termin zusammen mit dem Bauleiter und dem Baugutachter. Geprüft wurde der Baufortschritt, im speziellen die Verlegearbeiten der Fußbodenheizung und die Fortschritte der Erdbauarbeiten. Darüber hinaus hat der Baugutachter auch die, im letzten Beitrag erwähnten, „Problemstellen“ geprüft. Der Baugutachter und der Bauleiter waren sich einig dass die Wandschräge der Verklinkerung im Außenbereich und der Spalt zwischen bodentiefem Fenster und Mauerwerk im Toleranzbereich liegen – hier also Entwarnung. Auch hat der Bauleiter dem Baugutachter und mir die Arbeiten an der Dampfsperrfolie (Fotos letzter Beitrag) erklärt. Da die Wand bereits verputzt ist kann man nicht mehr so gut den Übergang zum Mauerwerk erkennen. Spätestens beim Blower Door Test wird sich aber zeigen ob hier noch nachgearbeitet werden muss.
Bei der Begehung ist dann noch eine defekte Leitung in der Küche aufgefallen. Hier wurde  die Schadstelle vorsorglich, von der Sanitärfirma, markiert um diese dann später entsprechend zu reparieren.
In der Hälfte der Räume lag bereits die Isolierung auf dem Boden worauf dann die Fußbodenheizung installiert und der Estrich gegossen wird. Auch hier konnten keine Mängel festgestellt werden.
Der Tiefbauer hatte bereits mit der Ausschachtung für die Regenwasserrohre und der Versickerungsgrube begonnen und setzt seine Arbeit dann in den nächsten Tagen fort da es zum Zeitpunkt der Begehung wie aus Eimern „gekübelt“ hat.

Nachdem Termin hat mich dann der Bauleiter noch auf meinen Blog angesprochen. Die Baufirma liest natürlich auch mit und hatte zum Einen oder Anderen Punkt noch eine Anmerkung. Verständlich, da heutzutage viele Informationen / Bewertungen aus dem Internet zwecks eigener Meinungsbildung gezogen werden und negative Beiträge für die Baufirmen im Allgemeinen dabei nicht förderlich sind.
Wer allerdings meinem kompletten Blog gelesen hat wird feststellen dass alle Probleme wirklich nur Kleinigkeiten waren welche sich nach Rücksprache mit der Baufirma oder dem Bauleiter lösen ließen.
Wenn mir als Laien also irgendwelche Sachen auffallen werde ich diese weiterhin hier festhalten um dann auch entsprechende Fortschritte bei der Behebung oder Aufklärung durch Bauleiter & Baugutachter im Anschluss daran zu dokumentieren.

Wenn ich nun ein Zwischenfazit, ca. 2 Monate vor Bauende, ziehe dann können sich meine Frau und ich eigentlich nicht über die Arbeit der Baufirma oder der Handwerker beklagen. Kleinere Probleme die einen ärgern gibt es immer aber solange man einen Ansprechpartner wie unseren Bauleiter hat kann man diese dann auch bei einem Gespräch auf Augenhöhe miteinander lösen.

In diesem Sinne viele Grüße nach Laatzen 😉 .

Bilder folgen demnächst…

Anbringung der Traufkästen / Verfugung der Klinker und das Verhältnis zu den Handwerkern

Letzte Woche wurde die Elektrorohinstallation weitergeführt. Freitag wurden dann die ersten Teile der Traufkästen (Verkleidung der Dachüberstände) angebracht. Außerdem sind alle Klinker am Haus nun auch verfugt.Leider wurde bereits während des Gutachter Termins festgestellt dass die ersten 3 Klinkerreihen, (siehe Bild unten) rechts vom Eingang, schräg eingesetzt wurden. Laut Bauleiter soll dass noch behoben werden. Ich frage mich wie die Maurer das wohl machen wollen jetzt wo die erste obere Klinkerreihe bereits zur Hälfte in den Traufkästen verschwunden ist. Der Gutachter meinte zwar dass es der Qualität keinen Abbruch tut aber gute Arbeit sieht anders aus.
An dieser Stelle möchte ich auch kurz nochmal auf unser Verhältnis zu einigen Handwerkern eingehen. Wir hatten damals für den Bodenbelag des Spitzbodens 20 OSB Platten mit einem Mietanhänger beschafft. Von diesen 20 Platten sind am Ende 14 und eine Beschädigte übrig geblieben. Die anderen sind spurlos verschwunden. Auch wurde eine neue verpackte Leiter ausgepackt und benutzt und eine andere Leiter von uns wurde einfach mitgenommen und ist bisher immer noch nicht wieder aufgetaucht. Ich möchte hier keinem der Handwerker etwas unterstellen aber frage mich schon wie aus einem abgeschlossenen Haus Material verschwinden kann? Wir haben diese Vorfälle dem Bauleiter gemeldet welcher sich auch darum gekümmert hat. So sollen wir die OSB Platten ersetzt bekommen und die Leiter wurde wohl „aus Versehen“ mitgenommen und soll bei nächster Gelegenheit wieder zurück gebracht werden.
Auf der einen Seite sind wir beeindruckt von den Handwerkern mit welcher Schnelligkeit Sie den Bau hochgezogen haben und sehen auch wie schwer die Arbeit ist aber auf der anderen Seite gibt es so viele kleine und große Dinge die uns wirklich enttäuscht haben. Wir sind gespannt wie die nun noch anstehenden Arbeiten ausgeführt werden.
Es gibt aber auch Lichtblicke, die Sanitär- und Elektrojungs haben bisher einen super Job gemacht und sind auf unsere Wünsche eingegangen, haben alles erklärt und unsere Frage kompetent beantwortet.

Hier nun noch einige Bilder vom aktuellen Bautenstand:


…und hier die Bilder einiger ärgerlicher Stellen am Bau:

Obergeschoss, Dach und Gutachtertermin

Etwas mehr als eine Woche ist nun das Richtfest her und es hat sich wieder einiges auf der Baustelle getan.
Im Obergeschoss stehen nun alle Mauern / Wände, das Dach ist mit Folie abgedeckt und verlattet, ein Gerüst wurde aufgebaut und der Haussockel wurde teilweise mit Abdichtmasse eingestrichen.

In der vergangenen Woche hatten wir, gemeinsam mit unserem Bauleiter von Fischerbau und dem Gutachter von VPB, einen vor Ort Termin auf der Baustelle. Hier wurde nochmal auf die kritischsten Stellen bei einem Hausbau hingewiesen, also der Dampfsperre und der Sockelabdichtung. Auch wurden weitere zukünftige Ausführungen angesprochen und unser Bauleiter erklärte wie diese geplant sind. Alles in allem war der Gutachter soweit zufrieden mit den Ausführungen. Der nächste Termin findet dann beim Anbringen der Dampfsperrfolie zwischen Obergeschoss und Dachboden statt. Nach dem Termin und den Einschätzungen des Gutachters, muss ich sagen, bin ich bisher  mit der Arbeit von Fischerbau, auf der Baustelle, zufrieden.
Leider gab es aber auch wieder einen Grund zur Beschwerde. Es wurden nun schon zum wiederholten Male Fehler bei der Rechnung gemacht, sehr ärgerlich. Auch haben wir immer noch kein neues Angebot vom Fliesenleger erhalten.

Ich möchte hier jedem Bauherren raten immer sorgfältig die Rechnungen des Bauträgers mit dem Bautenstand des Hauses sowie den vertraglichen Vereinbarungen zu überprüfen. Teilweise werden Fehler im Zahlungsziel gemacht oder es werden verfrüht Rechnungen gestellt obwohl der Bautenstand diese noch gar nicht zulässt usw. .

Vor Ort Termin mit Bauleiter

Nun scheint es endlich los zu gehen.

Vergangene Woche trafen wir uns mit unserem Bauleiter und einem Kollegen auf dem Grundstück. Geklärt werden sollte die Höhe des Hauses im Verhältnis zur Straße. Unser Gutachter wies uns jedoch einen Tag vorher darauf hin das es da nicht viel zu klären gibt denn die Höhe des Hauses ist in der Bauanzeige festgelegt und darf auch nicht ohne weiteres angepasst werden. So einigten wir uns vor Ort dann relativ schnell auf die entsprechende Höhe.
Dann kam der interessante Part. Mit seinem Kollegen maßen wir die Höhe im Verhältnis zur Straße aus um anschließend die benötigte Menge an Kies berechnen zu können welche dort verfüllt werden muss. Hier hatten wir schon extra etwas mehr Geld eingeplant da unser Grundstück von der Straße weg ein doch erhebliches Gefälle hat. Am Ort der Gründung der Bodenplatte müssen ca. 1,50m aufgefüllt werden. Insgesamt 250m³ Material, ohne Terasse, werden hier benötigt was nochmal gut zu Buche schlägt. Zu diesem Zeitpunkt wies uns unser Bauleiter auch darauf hin dass da noch weitere Kosten für eine „flexible Bodenplatte“ auf uns zu kommen werden. Im Bodengutachten wurde darauf bereits hingewiesen wir konnten damit allerdings wenig anfangen. Eine „flexible Bodenplatte“ bedeutet wohl mehr Stahl wodurch späteren Setzungsrissen auf Kiesuntergrund vorgebeugt werden soll.

Ich kann hier nur jedem Bauherren dazu raten sich vorher ein unabhängiges Bodengutachten einzuholen und auf dieser Basis in die Vertragsverhandlungen mit der zukünftigen Baufirma zu gehen um späteren Kosten vorzubeugen. Etwas was wir nicht gemacht haben und wie sich jetzt raus stellt ein erster größerer Fehler war.

Ansonsten war der vor Ort Termin soweit erfolgreich. Der Bauleiter erzählte uns noch dass es wohl einiges an Kommunikation erfordert um an Baustrom zu gelangen.
Am Wochenende soll ein Vermesser auf dem Grundstück das Haus abstecken und nächste Woche wird mit der Verfüllung und der Vorbereitung für die Bodenplatte begonnen.

Januar 2014

Nach den Problemen mit dem Grundstück startete das neue Jahr um einiges besser. Die Finanzierungsbestätigung der Bank war da und wir lernten unseren Bauleiter bei der Baudurchsprache kennen. Während der Baudurchsprache hatten wir auch unsere erste Bemusterung hier mal einige Fotos:

Wir entschieden uns dann auch für einen externen Gutachter vom VPB (Verband Privater Bauherren) denn eines hatten wir bei der Vertragsdurchsicht und aus diversen Baublogs gelernt – wenn man sich nicht in der Materie auskennt dann sollte man auf jeden Fall Sachverständige zu Rate ziehen. Da wir hier auch einen Posten im Baubudget berücksichtigt hatten haben uns die Kosten auch nicht überrascht. Wir stehen auf dem Standpunkt lieber etwas mehr in Sicherheit investieren als im Nachhinein für etwaige Probleme doppelt zahlen zu müssen.

Am 21.Januar 2014 wurde dann die Bauanzeige eingereicht. Wir haben uns für die Bauanzeige entschieden weil sie weniger kostet und theoretisch auch schneller vom Bauamt freigegeben werden sollte, wir sind gespannt.

September – Oktober 2013

Bei der Suche der Baufirma war also die Entscheidung gefallen und auch der Grundstückskauf wurde mit einem Vertrag abgeschlossen.

Nun ging es in die heiße Verhandlungsphase mit Fischer-Bau.
Mit dem ersten Angebot gingen wir zu einem unabhängigen Architekten und einem Juristen von der Verbraucherschutzzentrale. Wir können nur jedem raten, egal mit welcher Baufirma gebaut werden soll, ebenfalls diesen Schritt zu gehen denn lieber ein paar Euro für die Beratung investieren als einen Vertrag abschließen mit dem man im nachhinein vielleicht unglücklich ist.
Der Architekt prüfte das Leistungsangebot und den Vertrag und riet uns bei dem ein oder anderen Punkt Änderungen auszuhandeln. Der Jurist prüfte dann die AGBs und gab uns hier einige Tipps und Ratschläge.
Nach der Prüfung der Verträge sind wir dann mit einer ganzen Liste an Änderungswünschen zum Bauträger und zu unserem Erstaunen wurden auch fast alle umgesetzt.
An meinem Geburtstag, anfang Oktober, haben wir uns dann zur letzten Prüfung des Vertrages und dem Vertragsabschluss mit Fischer-Bau getroffen.
Wir hatten noch weitere Änderungen welche wir einbringen wollten und auch hier stellte man sich nicht quer.

Fazit:
Ich kann nur jedem raten sich nicht mit Sonderkonditionen und einem schnellen Vertragsabschluss unter Druck setzen zu lassen.
Nach dem alle Änderungen eingebracht waren unterschrieben wir nach, erneuter Prüfung, die Verträge.

Was bauen wir?
Wir bauen ein KFW70 Haus mit folgender Ausstattung:

  • 1 1/2 geschossiger Neubau
  • verklinkert
  • aktiver Be-und Entlüftung
  • rückseitiger Giebel über 1 1/2 Etagen
  • Gas Therme
  • 2cm dickere Isolierung
  • Fußbodenheizung in allen Räumen
  • elektrische Rollläden
  • nicht unterkellert
  • …wenn ich etwas vergessen habe wird dies hier ergänzt

Neue Bilder vom Grundstück:

 

 

Mai – August 2013

Nachdem sich 2013 die grundlegenden Vorraussetzungen geändert hatten u.a. wegen der weiterhin niedrigen Zinsen, haben wir uns wieder mal mehr, mal weniger ernsthaft mit dem Thema Hausbau auseinander gesetzt.

Das grundsätzliche Probleme war erst einmal ein geeignetes Grundstück zu finden. So haben wir uns einige Rahmenbedingung überlegt und dann entsprechende Angebote on- und offline durchforstet. Wichtig dabei war uns ein Grundstück zu finden welches nahe Hannover liegt, gut mit Öffis angebunden ist und zukünftig im Wert steigen könnte, Burgdorf galt hier als unser Favorit. Aber auch das Neubaugebiet Wietzenaue in Isernhagen fanden wir sehr interessant. Leider stellte sich ziemlich bald heraus dass es einen viel zu großen Run auf dieses Angebot gibt und die Preise auch jenseits von Gut und Böse (zumindest für uns) lagen.

Doch dann im Juli / August 2013 hatten wir relativ viel Glück. In einem Internetportal fanden wir ein Grundstück in Burgdorf OT Heeßel welches zwar relativ groß ( 1000m² ) aber dennoch recht günstig war und auch sonst unseren Ansprüchen gerecht wurde. Das Glück dabei – wir konnten uns als Interessenten frühzeitig vormerken lassen und haben so auch zum Schluss den Zuschlag erhalten.

expose
Grundstück Heeßel OT Burgdorf

Parallel zur Grundstückssuche haben wir auch bei einigen Bauunternehmen aus der Region nach Angeboten angefragt. In die nähere Auswahl kamen da Modul-Hausconcept, Helma, Fischer-Bau, Viebbrockhaus und Nurda Haus. Nachdem wir von jedem dieser Anbieter ein mehr oder weniger belastbares Angebot bekommen hatten habe ich mich um Informationen rund um die Baufirmen bemüht. Wer hat schon Lust einen riesen Haufen Geld gegen eine Bauruine und / oder jede Menge Ärger zu tauschen? Für andere Bauinteressierte möchte ich hier mal kurz festhalten nach welchen Informationen ich gesucht habe um sie dann unter den Bauunternehmen abzugleichen:

  • andere Bautagebücher und die Einschätzungen der Bauherren über Ihre Baufirmen (einfach mal drauf los „googlen“)
  • Foren über Probleme mit den genannten Baufirmen (einfach mal drauf los „googlen“)
  • finanzielle Lage des Unternehmens (Bundesanzeiger online)
  • Zeitungsartikel über die Baufirmen
  • persönliche Erfahrungsberichte von Verwandten und Bekannten
  • Auftreten der Firma und Ansprechpartner ( Örtlichkeiten und Ansprechpartner bei den Verkaufsgesprächen )
  • Inhalt des 1. Angebots
  • Sicherheiten ( Welche Sicherheiten werden vom Unternehmen gegeben?)
  • AGBs ( Immer das Kleingedruckte lesen oder auch mal einen Anwalt / Architekten z.B. der Verbraucherschutzzentrale drüber schauen lassen – kostet zwar Geld erspart aber jede Menge Ärger)
  • Kommunikation (Wie schnell werden Änderungswünsche und Preisinformationen berücksichtigt / übermittelt?)
  • Beratungs- bzw. Verkaufsgespräche (Wird man hier unter Druck gesetzt? Nehmen sich die Gesprächspartern genügend Zeit und können grundlegende Fragen selber beantworten?)

Bei den genannten Punkten muss man natürlich noch unterscheiden was einem rein subjektiv / persönlich miss- oder gefällt (Auftreten der Firma) und wie die harten Fakten aussehen (Finanzielle Lage des Unternehmens). Die Liste soll auch keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit erheben sondern nur als Anhaltspunkt / Einschätzung in der Entscheidungsphase dienen.

Dabei stellte sich dann für uns heraus dass:

  • Viebbrockhaus zu teuer ist
  • Helma Vorraussetzungen verlangte welche wir nicht zu erfüllen bereit waren
  • Modul-HausConcept in der wichtigen Angebotsphase zu langsam und uns leider noch nicht lange genug am Markt war
  • bei Nurda Haus leider kein wirkliches Interesse an einer Zusammenarbeit zu bestehen schien

Am Ende blieb dann Fischer-Bau aus Laatzen / Hannover als Favorit übrig.