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Das Kabel Deutschland Martyrium

Bevor wir uns für das Grundstück entschieden haben, haben wir noch diverse Faktoren geprüft z.B. Lage, Einkaufsmöglichkeiten aber auch Internetanbindung. Da wir bereits bei Kabel Deutschland waren habe ich dort als erstes das Angebot geprüft. Laut der Website sollten an unserem Standort 100Mbit verfügbar sein. Da die Telekom nur 6Mbit anbietet haben wir uns dazu entschlossen neben dem Telekom Anschluss auch einen von Kabel Deutschland legen zu lassen. Hier kommt einiges an Kosten auf Einen zu. Während die Telekom „nur“ 400€ für einen Anschluss verlangt sind es bei Kabel Deutschland bereits stattliche 1000€. Diese Summe ist im übrigen eine „Pauschale“ d.h. selbst wenn man Eigenleistung wie einen Graben ausheben erbringen möchte bezahlt man dennoch die gesamte Summe. Aber gut sie haben nunmal das Monopol und wenn ich schnelles Internet will muss ich wohl in den „sauren Apfel beißen“.
Die Beantragung klappte soweit auch ganz gut, die Hotline hat einem super weitergeholfen und das Subunternehmen aus Lübeck rief mich dann rechtzeitig zwecks Terminabsprache an.
An dem Tag an dem der Anschluss gelegt werden sollte waren bereits Tiefbauer im Auftrag der Stadtwerke vor Ort. Denen wurde dann quasi ein dickes Kabel und das Band zur Kennzeichnung in die Hand gedrückt was Sie mit in den gerade ausgeschachteten Graben verlegen sollten. Der Tiefbauer von Kabel Deutschland hat dann wohl nur das Kabel am Übergabepunkt an der Straße angeschlossen. Leider tat er dies ohne anschließend das Kabel auf ein ausreichendes Signal zu prüfen.
4 Wochen vor Einzug wurde dann der Übergabepunkt im HWR angeschlossen. Auch hier fand wieder keine Prüfung des Signals statt. 1 Woche vor Einzug kam dann der Techniker der das Modem anschließen sollte. Dieser zog nach 15 Minuten unverrichteter Dinge wieder ab da wohl „nicht genug Saft ankommt“. Ich musste dann wieder mehrfach hinter her telefonieren und schließlich, 1 Woche nach Einzug, kam dann erneut ein Techniker welcher diesmal das Modem und einen Verstärker anbaute. Mittlerweile wurde wohl ein defektes Bauteil getauscht und eine Störung in der Straße behoben sodass nun ein ausreichendes Signal ankommt.
Der 2. Techniker prüfte dann den Anschluss auch und kam auf 77Mbit. Nicht die bezahlten 100Mbit aber mit dem Wert kann ich leben.
Leider stellte sich heraus das wir ab 16Uhr einen massiven Einbrauch an verfügbarer Bandbreite haben. Meist sind dann nur zwischen 1-6Mbit verfügbar, also nur 1-6% der bezahlten Leistung.
An der technischen Hotline sagte man mir dann dass es tatsächlich ein Problem gibt. Davon sollen wohl auch weitere Leitungen betroffen sein. Laut Mitarbeiter an der Hotline liegt ein Ressourcenengpass vor.
Wie kann man nur eine Leistung verkaufen die man gar nicht erfüllen kann?
Auf die Frage wann das Problem behoben sei konnte mir der Mitarbeiter leider keine konkrete Auskunft geben, aber wohl noch dieses Jahr.
Ich habe mich dann an die Community/-Mitarbeiter gewandt welche mir sagten dass Anfang November das Problem behoben sein soll und „…eine spürbare Entlastung mit sich bringt…“.
Ich bin gespannt, leider kann ich den Auskünften von Kabel Deutschland nicht mehr all zu viel Vertrauen schenken.

Ich bleibe dran und informiere dann Anfang November wie es aussieht.